Die Energievorlage sichert die Energieversorgung

Kurzes Einführungsreferat am Podium zur Energiestrategie 2050 in Lachen (SZ), 1. Mai 2017

Danke für die Einladung an das Podium, ich bin gerne gekommen. Auftritte im Kanton Schwyz sind für mich immer etwas besonderes, ich bin Luzerner und Bürger von Muotathal. Umso lieber führe ich als Befürworter in fünf Minuten in die Argumente der Ja-Seite ein.

Meine Damen und Herren, mit der Energievorlage geht es darum, die Energieproduktion auf kurze und mittlere Frist umzubauen und zu sichern. Die Gefahren und die ungelösten Probleme der Atomenergie sind bekannt, ebenso die Folgen von fossilen Energien. Die Vorlage will Ein grosses Potential zum Energiesparen haben die Gebäude. Der Schweizer Gebäudepark beansprucht rund 50% des Energieverbrauchs und ist für etwa 40 % des CO2-Ausstosses verantwortlich, vor allem durch Öl- und Gaskessel. Einige Gegenmassnahmen gibt es schon, so die Energie-Mustervorschriften der Kantone, kantonale Förderprogramme für Energieeffizienz und erneuerbare Energien sowie das nationale Gebäudeprogramm. Das Programm läuft 2019 aus und soll mit 450 statt wie bisher 300 Mio. Franken aus der CO2-Abgabe weitergeführt werden. Das gibt dem Gewerbe Arbeit und Verdienst - und nützt dem Klima! Auch der Energieverbrauch vbon neuen Autos soll sinken, ab 2021 um gut einen Viertel. Dazu wird die Energieeffizienz auch bei Elektrogeräten im Haushalt und im Büro gefördert. Das Potential ist gross. Die Schweiz soll energiepolitisch vorwärts gehen, die nicht verbrauchte Energie tut jedem Portemonnaie gut, auch dem der Konsumenten!

Die Vorlage enthält den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie. Der Bau von neuen AKW wird verboten, die bestehenden dürfen weiter produzieren, solange sie sicher sind. Für mich als Grüner dürfte der Ausstieg schneller gehen. Fukushima ist gegenwärtig. Dazu verbrennen die Werke Geld, statt welches zu verdienen. Rückbau und Abfalllagerung lassen grüssen! Aber die Mehrheit will es gemächlicher. Mit dem Sparen, der Effizienz und dem Atomausstieg wird die Auslandabhängigkeit in der Energie kleiner. Heute fliessen jährlich über 10 Mrd. Franken für Öl, Gas und Uran ins Ausland. Das Geld bleibt in der Zukunft in der Schweiz und wird hier investiert. Das dient der Volkswirtschaft und vielen Betrieben, das schafft Arbeit und Einkommen für viele. Dafür lohnt sich ein Ja am 21. Mai.

Im Gegenzug wird Schritt für Schritt die einheimische erneuerbare Energie aus Wasser, Sonne, Wind, Biomasse und Geothermie gefördert. Davon profitiert das Gewerbe im ganzen Land, sei es bei der Planung, der Montage oder der Wartung. Das schafft und sichert Einkommen und Arbeitsplätze. Auch die Landwirtschaft profitiert. Die Wasserkraft wird gefördert: bestehende Werke, aber auch neue Grosswasserkraftwerke. An neue Photovoltaik- und Biomasseanlagen werden Beiträge ausgerichtet. Diese Förderung der einheimischen erneuerbaren Energien und der Stromeffizienz wird über den Netzzuschlag finanziert. Der wird von heute 1,5 auf 2,3 Rp/kWh erhöht. Das kostet einen privaten vierköpfigen Haushalt rund 40 Franken mehr als heute. Die 3‘200 Franken, die die Gegner anführen, haben mit der Vorlage fast nichts zu tun, sie fallen grossenteils so oder so an. Die Förderungen sind befristet. Neue Zusagen gibt es bis 2022, Investitionsbeiträge bis 2030.

In dieser Vorlage hat es für viele etwas Positives. Es ist ein Kompromisswerk. Daher sind viele dafür: Bundesrat und Parlament, fast alle Parteien in Bundesbern, die kant. Energiedirektoren, Städte- und Gemeindeverband, Schweizerische Gewerbeverband, Schweizerische Bauernverband, die Arbeitsgemeinschaft für das Berggebiet usw. usf. Auch die Zentralschweizer Industrie- und Handelskammer ist dafür, ebenso die Schwyzer Oberallmig. Das freut mich ganz besonders.

Zusammengefasst: Die Energievorlage sichert die Energieversorgung auf lange Frist, sie verringert die Auslandabhängigkeit und nützt unserer Volkswirtschaft. Wir kommen schrittweise weg von Atomenergie und können den fossilem Energieverbrauch drosseln. Daher empfehle ich ihnen ein Ja.
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