Genossenschaften für die Energiestrategie 2050

Kolumne erschienen in der Zeitschrift «Wohnen» des Verbandes «Wohnbaugenossenschaften Schweiz», März 2017

Der schweizerische Gebäudepark beansprucht etwa 50 Prozent des Energieverbrauchs. Bauträger tragen daher eine grosse Verantwortung und können mit einer sorgfältigen Bauweise dazu beitragen, diesen Verbrauch zu minimieren und Ressourcen und Umwelt zu schonen.

Für Wohnbaugenossenschaften ist ein haushälterischer Umgang mit Ressourcen selbstverständlich. Dazu haben sie sich mit ihrem Ja zur Charta verpflichtet. Gemeinnützige Wohnbauträger bauen und renovieren nach ökologischen Kriterien und setzen auf erneuerbare Energien. Sie helfen mit, die Umwelt- und die Lebensqualität zu verbessern und den Energieverbrauch zu senken.

Nun steht die Schweiz energiepolitisch vor einer Zeitenwende. Vor uns liegt die Volksabstimmung über die Energiestrategie/ES 2050. Sie will gesetzlich absichern, was gängige und zu einem guten Teil freiwillige Praxis unserer Genossenschaften ist. Sie bringt den schrittweisen und geordneten Umbau der Energieproduktion: weg von Atom- und fossilen Energien, hin zu Erneuerbaren.

Statt mit importiertem Uran, Oel und Gas können Private und Wirtschaft künftig mit einheimischen, erneuerbaren und sicheren Alternativen arbeiten: Wasser, Sonne Wind und Biomasse stehen bereit. Es gibt Abertausende von Projekten auf der (waschsenden) Warteliste der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV). Effizienz- und Sparmassnahmen ergänzen das Programm.

Die Umstellung erfolgt schrittweise und geordnet, eine sichere Versorgung wird gewährleistet. Der energetische Umbau kostet auch etwas, aber nichts zu tun, ist auf lange Frist teurer. Wir Genossenschaften dürfen stolz sein: Mit einem Ja wird unsere Haltung zum Standard, alle können profitieren. Es lohnt sich, auch dafür zu werben.
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