Bezahlbare Wohnungen

Kolumne erschienen in der Zeitschrift «Wohnen» des Verbandes «Wohnbaugenossenschaften Schweiz», Oktober 2016

Der gemeinnützige Wohnungsbau ist «in». Jetzt ist die eidgenössische Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» zustande gekommen. Sie verlangt eine Erhöhung des Anteils an gemeinnützigen Wohnungen am Gesamtbestand: Zehn Prozent der neu erstellten Wohnungen müssen laut Initiativtext im Eigentum gemeinnütziger Träger sein. Kantone und Gemeinden dürften für sich ein Vorkaufsrecht einführen, ebenso für Grundstücke im Eigentum des Bundes und von bundesnahen Betrieben.

Eines der grossen Ziele von Wohnbaugenossenschaften Schweiz ist es, den Anteil am Wohnungsbestand zumindest zu halten und wenn möglich zu steigern. Die vorgeschlagene Verfassungsbestimmung würde unsere Arbeit beflügeln. Die Delegiertenversammlung hatte daher die Unterstützung der Initiative beschlossen und nach der Einladung durch den Hauptinitianten, den Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverband, ihren Präsidenten ins Initiativkomitee delegiert.

Auch in den Kreisen unserer Genossenschaften sind Unterschriften gesammelt worden. Ich danke allen, die mitgeholfen haben, sei es durch das Leisten der Unterschrift oder sogar durch aktives Sammeln. Mit der Einreichung der Unterschriften ist ein erstes Etappenziel erreicht. Das ist wie eine Bergankunft in der Tour de Suisse. Doch das Rennen geht weiter. Ich möchte es mit einem Zitat von Bertolt Brecht sagen: Die Mühen der Berge liegen hinter uns, vor uns Liegen die Mühen der Ebenen.

Jetzt geht es darum, die Basis für die Initiative zu verbreitern, Verbündete zu finden, eine Kampagne vorzubereiten und schliesslich die Stimmberechtigten zu überzeugen. Der Weg zum Ziel ist noch weit und dauert einige Jahre. Aber wir dürfen ihn mit Zuversicht unter die Füsse nehmen.
Kontakt

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