Musterbeispiel der Selbsthilfe

Kolumne erschienen in der Zeitschrift «Wohnen» des Verbandes «Wohnbaugenossenschaften Schweiz», September 2016

Gratulieren gehört zu den schönen Aufgaben eines Präsidenten. Heute gilt meine Gratulation dem 50. Geburtstag der «Stiftung Solidaritätsfonds» von Wohnbaugenossenschaften Schweiz. Als Mensch wäre sie damit in den besten Jahren. Das ist auch beim «Solifonds» so, nur ist er, seit es ihn gibt, in den besten Jahren!

Sein Bestehen und Funktionieren bezeugt den Zusammenhalt des Verbandes. In den fünf Jahrzehnten kam ein Vermögen von mehr als vierzig Millionen Franken zusammen, gespeist aus zahllosen freiwilligen jährlichen Beiträgen unserer Mitglieder - auch 2016 wieder. Sie bezeugen die innere Verbundenheit unserer Genossenschaften Jahr für Jahr aufs Neue.

Der Fonds gewährt - ähnlich dem Fonds de Roulement - rückzahlbare, zinsgünstige Darlehen. Über hundert Projekte kamen in den Genuss, insbesondere als Ersatz für ausbleibende Bundesgelder. Dazu finanziert er in beschränktem Rahmen mit A-fonds-perdu-Beiträgen Projekte, die der Entwicklung des gemeinnützigen Wohnungsbaus dienen.

Die Stiftung Solidaritätsfonds ist ein Musterbeispiel der Hilfe zur Selbsthilfe. Sie unterstützt kapitalschwache, aber entwicklungsfähige Wohnbaugenossenschaften. Gäbe es sie nicht, müssten wir sie erfinden und gründen. Als Präsident lade ich alle Mitglieder ein, sich an der Äufnung zu beteiligen. Ihnen empfiehlt der Verband, zehn Franken pro Wohnung und Jahr einzuzahlen. Natürlich ist der Fonds auch für weitere Zuwendungen offen.

Mein Dank geht an alle, die sich in den Jahren des Bestehens im Interesse des Fonds engagierten, sei es als Spenderin, Mitglied des Stiftungsrats oder als Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Wir brauchen den Solifonds, auf dass seine «besten Jahre» noch lange fortdauern.
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