Frühlingserwachen

Kolumne erschienen in der Zeitschrift «Wohnen» des Verbandes «Wohnbaugenossenschaften Schweiz», Mai 2016

Jedes Jahr kommt es an Generalversammlungen unserer Genossenschaften und Regionalverbände zu einer Art Frühlingserwachen. Gremien werden neu bestellt, Projekte präsentiert, die Grundlagen für „weite Würfe“ gelegt. Leider kann ich jeweils nur ein paar der eintreffenden Einladungen annehmen und muss auf das Verständnis der anderen Mitglieder hoffen.

Eine besondere erreichte mich heuer: Vor der GV des Regionalverbands Ostschweiz fand am Morgen des 16. April in St. Gallen die Gründungsversammlung der „Genossenschaft der Genossenschaften GdG“ statt. Das hat mich ungemein gefreut, da wollte ich unbedingt dabei sein.

Die Idee der neuen Institution: Genossenschaften legen freie Mittel zusammen, damit diese gemeinsame Institution bei einem Projekt oder bei einem Liegenschaftserwerb finanziell einspringen kann, wenn die Kräfte einzelner Wohnbauträger grundsätzlich oder befristet überstiegen würden.

Ähnliche Überlegungen hatte man 1983 in Basel gemacht. Damals gründeten 45 Genossenschaften den Genossenschaftsverband Nordwest wgn. Der „Ideenzirkel“ von Wohnbaugenossenschaften Schweiz hat aber vor zwei Jahren einen neuen, entscheidenden Anstoss zur Wiederaufnahme der Idee gegeben und der Dachverband die Erarbeitung des Pilotprojekts mit Beiträgen unterstützt. Nachahmung in anderen Regionen ist erwünscht.

Mit der GdG ist ein Gemeinschaftswerk der RV Winterthur und Ostschweiz entstanden. Den Promotoren danke ich von Herzen. Genossenschaften funktionieren auch heute noch als Selbsthilfeorganisationen. Und Solidarität wird nicht nur unter Genossenschaften, sondern auch über die Region hinaus geübt. Erfreulich auch, dass zwei Frauen im Vorstand sind. Viel Glück und ein gutes Gedeihen!
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