Notwendige Nähe

Kolumne erschienen in der Zeitschrift «Wohnen» des Verbandes «Wohnbaugenossenschaften Schweiz», Ausgabe 12, Dezember 2013

Es ist eine Binsenwahrheit: Der gemeinnützige Wohnungsbau leistet einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Stadt- und Gemeindeentwicklung. Erfreulich daher, dass immer mehr Städte und Gemeinden die Situation auf dem Wohnungsmarkt die Versorgung nicht einfach dem Wohnungsmarkt überlassen wollen. Dass manche dafür via Volksinitiative einen politischen Anstoss gebraucht haben, schadet wohl nicht. Es stärkt die Gewissheit, dass die Förderung der Wohnbaugenossenschaften dem wohnraumpolitischen Volkswillen entspricht.

Diese Bewegung auf politischer Ebene nehmen die Wohnbaugenossenschaften gerne auf. In Luzern zum Beispiel haben sie sich im G-Net gefunden. Als G-Net sind sie nun Gesprächspartner der städtischen Baudirektion, die in den nächsten Jahren gestützt auf die Zustimmung zu städtischen Volksinitiativen eine stattliche Anzahl neuer Genossenschaftswohnungen erstellen (lassen) wird. Am Forum der Wohnbaugenossenschaften vom September 2013 hat Stadträtin Manuela Jost den runden Tisch vorgestellt, der eine Strategie zur Umsetzung der Volksbeschlüsse vorbereitet.

Nicht überall ergibt sich diese notwendige Nähe so unkompliziert. Aber auch da können und wollen wir Gemeinnützigen mithelfen, dass Städte und Gemeinden uns in ihre wohnraumpolitischen Aktivitäten einbeziehen. Eine gute Vorbereitung: Genossenschaften können und sollen auf Gemeindeebene zusammenfinden. Ihre Vorstellungen über die Entwicklung der Wohnraumpolitik legen an Gewicht zu, wenn sie sie gemeinsam einbringen. Der Verband Wohnraumgenossenschaften Schweiz ist gerne zur Unterstützung bereit. Um selbst mehr Nähe zu den lokalen Verhältnissen zu gewinnen, wollen wir die Regionalverbände stärken. Im Laufe des kommenden Jahres soll die Delegiertenversammlung die dafür nötigen Grundsatzentscheide treffen können.
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